Für viele gehört das Füttern der Vögel und Beobachten der gefiederten Freunde zu den schönsten Wintererlebnissen. Das winterliche Füttern von Vögeln hat schon immer für Diskussionen gesorgt. Nach einer immer wiederholten aber keineswegs wissenschaftlich belegten Ansicht, widerspricht das künstliche Futterangebot der Menschen den Prinzipien der Ökologie und macht die Vögel krank, abhängig und lenkt die Menschen von wirklichen (Naturschutz-) Problemen ab.
Das winterliche Füttern von Vögeln hat schon immer für Diskussionen gesorgt. Nach einer immer wiederholten aber keineswegs wissenschaftlich belegten Ansicht, widerspricht das künstliche Futterangebot der Menschen den Prinzipien der Ökologie und macht die Vögel krank, abhängig und lenkt die Menschen von wirklichen (Naturschutz-) Problemen ab.
Alle die, die das winterliche Füttern genossen haben, können das jetzt endlich ohne schlechten Gewissens tun. Diese Buch räumt mit dem Vorurteil auf, dass Füttern den Vögeln schadet. Im Gegenteil: Das richtige Zufüttern bei Vögeln ist ein wertvoller Beitrag zum Vogelschutz! Einer seiner Autoren, Prof. Peter Berthold, gehört zu den zehn bedeutensden Ornithologen der Welt.
In dem Buch liefern er und seine Frau, Gabriele Mohr, nachvollziehbare Argumente für eine sachgerechte ganzjährige Vogelfütterung. Selbsternannte und immer wieder voneinander abschreibende "Experten" werden eindrucksvoll widerlegt. Nach Berthold hat der Mensch spätestens seitdem er sesshaft wurde, die Vögel gefüttert. Die Landwirtschaft war bis vor etwa zwei Generationen ein riesiger Fütterungsmechanismus. Ernteabfalle und -rückstände, die Millionen Tonnen von Unkrautsamen auf Hackfruchtfeldern und die riesigen Mengen an Körnerfutter, die durch die Nutztierfütterung (Tauben, Hühner, Gänse, Pferde...) auch den wildlebenden Tieren zu gute kamen, sind nur wenige Beispiele dafür. Noch heute kann man ahnen, wie wichtig die unbeabsichtigte Fütterung ist, wenn man sich auf einer Verbreitungskarte seiner Umgebung ansieht, wie eng das Vorkommen von Hausspatzen an das Halten von Tieren (heute oft Reitpferde) gebunden ist.
Millionen von geradezu enthusiastischen Vogelfütterern in England und in den USA liefern wissenschaftlich belegte Freilandexperimente über die Auswirkungen von winterlichem oder auch ganzjährigem Zufütterns. Es ist rundum positiv!
Die Nahrungsknappheit in unseren ausgeräumten Industrielandschaften ist eklatant und ein Hauptrückgangsgrund für viele Arten. Natürlich wird man Wiesenpieper und Gartengrasmücken, Nachtigallen und Neuntöter nicht durch Zufüttern von den Roten Listen evakuieren können. Aber sehr viele Vogelarten werden durch Zufüttern in den Beständen gestärkt, ihre Wiederansiedlung wird gefördert, die bessere Kondition ermöglicht bessere Brutergebnisse. Und das wollen wir nicht vergessen: Der Naturgenuss für uns Menschen steigt mit der Artenvielfalt im Garten. Jeder kann mithelfen, schon morgen. Wir brauchen für diese Hilfe keine Konferenzen und Behörden, keine Verbände und Konzepte.
Berthold und Mohr geben indem Buch nicht nur die theoretischen Grundlagen sondern auch einen riesigen Strauß an praktischen Tipps aus langjähriger Erfahrung. Im letzten Teil des preiswerten Buches werden die potenziellen Futterplatzbesucher beschrieben und vorgestellt. Das Buch ist unbedingt für alle Vogelliebhaber und Vogelbeobachter empfehlenswert. Für alle, die in Vereinen, Verbänden Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Naturschutz betreiben ist es ein Muss.
Das Buch ist geeignet in Deutschland eine Bewegung auszulösen und in den Naturschutzkreisen ein Umdenken einzuleiten. Es ist ihm viel Erfolg zu wünschen!
Thomas Griesohn-Pflieger
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Vögel füttern – aber richtig Anlocken, schützen, sicher bestimmen Mit einem Vorwort von Heinz Sielmann. Peter Berthold /Gabriele Mohr
80 Seiten, 100 Farbfotos Format: Broschur, 15,5 x 21,5 cm ISBN-13: 9783440108000 Verlag: Kosmos, Stuttgart Preis: 7,95 EUR
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