Aus vergangenen Meldungen, zum Beispiel an Seltenheitskommissionen geht hervor, dass Beobachtungen oft mangelhaft dokumentiert werden können, da Großgreifvögel häufig nur überfliegend aus großer Entfernung beobachtet werden können. Dann ist es nicht immer einfach, Mönchs- und Gänsegeier von großen Adlern zu unterscheiden. Anhand von mir kürzlich in Spanien aufgenommener Flugbilder (3 x Gänsegeier Gg, 2 x Mönchsgeier Mg) möchte ich daher kurz auf wichtige Bestimmungsmerkmale hinweisen:
Die großen Geier machen im Gleitflug häufig halbe Flügelschläge nach unten (Gg 2 und Gg 3), große Adler machen das nicht.
Mönchsgeier im Gegenlicht lassen sich vom Gänsegeier außer den breiteren (sich nicht so nach distal verjüngenden) Flügeln und durch die sich hell von der dunklen Unterseite abhebenden Füsse unterscheiden (Mg 3 und Mg 4). Die Unterflügeldecken sind dunkler als die Unterseite der Schwungfedern (Mg 3 und Mg 4). Der Kopf kann recht hell erscheinen, vor allem bei älteren Vögeln (Mg 4).
Gänsegeier können auch recht dunkel sein – oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen sehr dunkel erscheinen.
Die Unterflügeldecken sind aber heller als die Schwungfedern, die Füße heben sich nicht hell ab (Gg-ad-Landeanflug – was sich hier hell abhebt, sind die befiederten „Unterschenkel, nicht die Füße).
Ich bitte um Meldung weiterer Geierbeobachtungen.
Dieter Haas
Dr. Dieter Haas Geierschutzinitiative Zillhauserstr. 36 72459 Albstadt Tel. 07432/3021 Fax 07432/14310 dghaas@web.de
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