| Rheinberg: Polizei beschlagnahmt Greifvogelfalle
Strafanzeige gegen Taubenzüchter |
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 Rheinberg: Eine illegale Falle zum Fang streng geschützter Greifvögel hat am Neujahrstag einen Polizeieinsatz in der Feldflur von Rheinberg-Vierbaum ausgelöst. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Habichtfangkorb, den ein Taubenhalter auf dem Dach seiner Zuchtanlage am Langenacker aufgestellt hatte. Unter dem Gerät hatte der Mann einen kleinen Drahtkäfig mit einer lebenden Ködertaube postiert, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hungrige Falken und Habichte in die Falle locken sollte. |
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Den entscheidenden Hinweis auf den „Vogelfänger“ erhielt die Polizei von Vogelschützern, die die illegale Falle bei einer Kontrolle entdeckt hatten. „Sobald wir uns davon überzeugt hatten, dass die Falle aktiviert und mit einem lebenden Lockvogel bestückt war, haben wir sofort die Leitstelle der Polizei in Wesel informiert und um Hilfe gebeten“, berichtet Biologe Axel Hirschfeld vom Komitee gegen den Vogelmord.
Als eine Streifenwagenbesatzung die verbotene Falle sicherstellen wollte, erschien der Grundstücksbesitzer. Konfrontiert mit dem Vorwurf der Vogel-Wilderei weigerte sich dieser zunächst, seine Personalien anzugeben und behauptete, eine Genehmigung zum Fang von Greifvögeln zu besitzen. Da er jedoch auf Verlangen keine entsprechenden Dokumente vorweisen konnte, wurde die Falle unter lautem Protest ihres Besitzers beschlagnahmt. Dem Mann, gegen den bereits vor zwei Jahren wegen Verdacht auf illegalen Vogelfang ermittelt wurde, droht nun eine Anklage wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie wegen Tierquälerei.
Trotz strenger Schutzbestimmungen sind viele Greifvogelarten stark gefährdet. Ein Grund dafür sind laut Komitee gegen den Vogelmord illegale Verfolgungen durch Taubenzüchter und Jäger, denen die gefiederten Beutegreifer ein Dorn im Auge sind. Allein in NRW sind in den letzten fünf Jahren mehr als 170 Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung entdeckt und zur Anzeige gebracht worden. Der Großteil der Taten bleibt laut Komitee jedoch unentdeckt.
Vi.S.d.P.: Heinz Schwarze, Komitee gegen den Vogelmord e.V., Auf dem Dransdorfer Berg 98, D-53121 Bonn. Kontakt für Rückfragen: Axel Hirschfeld, Tel.: 01794803805 |
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