Wie diverse Internetquellen berichten, versorgen jetzt "Hubertus 2" und "Ambo" nach zwei gescheiterten Brutversuchen einen Jungvogel! Allerdings hat bisher niemand das etwa zwei Monate alte Küken gesehen. Das Gelände um den Horst sei äußerst schwer zugänglich, hieß es beim Nationalpark Hohe Tauern. Nachdem 1913 der letzte Alpenbartgeier im Aostatal geschossen worden war, wurde seit den 1980er Jahren an der Wiederansiedlung des eleganten Seglers gearbeitet. Jungvögel aus Zoos werden im gesamten Alpenbogen, außer in Deutschland, ausgewildert. Auch in Frankreich, Italien und der Schweiz wurden Vögel in die Freiheit entlassen. 1997 gab es erfolgreiche Bruten Frankreich, 2010 folgte der erste wild zur Welt gekommene Geier in Österreich. Und nun hat es auch in Kärnten geklappt, sodass die Lücke zu den Balkan-Bartgeiern immer kleiner wird.
Bartgeier sind mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,85 Meter bedeutend größer als Steinadler. Sie ernähren sich vom Aas der im Gebirge verunglückten Tiere und sind spezialisiert auf Knochen. Ihre Technik: Sie lassen die Knochen aus großer Höhe auf spitze Felsen fallen, wo sie zerbrechen und das wertvolle Knochenmark freigeben.
Junge Bartgeier können weit herumstreichen und wurden schon über dem Wattenmeer (Texel) und auf Rügen gesehen.
Nachdem mittlerweile 179 Vögel insgesamt in den Alpen ausgesetzt worden sind, soll das Aussetzungsprogramm 2014 eingestellt werden.Die Population scheint nun gefestigt und man hofft auf eine Ausbreitung aus eigenen Kraft.
TGP |