„Derzeit schlüpfen die ersten Küken dieser Wiesenvogelart, wie viele von ihnen tatsächlich flügge werden, wollen wir in den kommenden drei bis vier Wochen ermitteln", ergänzt der Fachmann. Um hierfür belastbare Ergebnisse zu bekommen bedarf es sehr zeitaufwändiger Kontrollen, die sowohl das Verhalten der Altvögel, die Wanderungsbewegungen der Familien und die Anzahl sowie Altersentwicklung der Küken beinhalten.
Das EU-Vogelschutzgebiet „Fehntjer Tief" ist eines von insgesamt zwölf Teilgebieten des LIFE-Projektes zum Schutz der Wiesenvögel, das die Europäische Kommission Ende 2011 genehmigt hat. Es ist das bisher größte Naturschutzprojekt aus dem LIFE+-Natur-Programm in Deutschland. Vorrangige Maßnahmen des auf neun Jahre angelegten Großvorhabens sind dabei der Ankauf von Wiesen und Weiden sowie ihre anschließende optimale Herrichtung für die Bedürfnisse von Wiesenvögeln wie der Uferschnepfe, dem Wachtelkönig oder dem Kiebitz. „Von den insgesamt 22,3 Millionen Euro werden 40 Prozent größtenteils vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz kofinanziert. 60 Prozent kommen aus Mitteln der EU", berichtet Pegel. Der Erfolg des Programms wird unter anderem auch an der Entwicklung der Bestände und der Bruterfolge der unterschiedlichen Arten gemessen.
-- Herausgeber: Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz |