Ihr Gefieder ähnelt der Rinde eines Baumes und es gibt eine graue und eine braune Farbvariante. Deshalb lässt sie sich nur schwer beobachten. Sie verrät sich jedoch durch ihre monotonen flötenden Rufe, die in lauen, windstillen Nächten pausenlos in langen Reihen ertönen. Diesen Gesang kann man mit „djüb“oder „djüh“ umschreiben. Er ist zwar nicht laut, aber lässt sich über große Entfernung verhören. Als typischen Lebensraum nutzt die Zwergohreule offenes Kulturland, Obstgärten, Parkanlagen und Dörfer. Sie ernährt sich dort von Insekten wie Käfer, Grillen oder Heuschrecken.
2012 wurden nun an mehreren Stellen in Niedersachsen Zwergohreulen festgestellt. Jedoch weiß man nicht, ob man alle Rufer kennt. Daher startet der bekannte Vogelbeobachter Arne Torkler einen Aufruf und bittet um Mithilfe beim Auffinden weiterer Vorkommen der Zwergohreule besonders in Niedersachsen.
Die Zwergohreulen halten sich zur Zeit besonders an Höhlen in Hybridpappeln auf und rufen aus diesen. Ein Hinweis gelang durch einen vom nächtlichen Gesang genervten Grundstücksbesitzer.
Arne Torkler: „Es wäre sehr hilfreich, wenn alle Nachtschwärmer, die zur Zeit Rallen wie Wachtelkönig, Rohrsänger, Eulen und Käuze und so weiter kartieren und nachts erfassen, ihre Ohren gezielt nach dieser Eulenart offenhalten!“
Der Aufruf wird noch mit folgendem Hinweis ergänzt: Die Zwergohreulen sind bei günstiger Wetterlage mühelos über einen Kilometer weit hörbar, die Gesangsaktivität beginnt ab etwa 22 Uhr und endet in den frühen Morgenstunden (bei vermutlich unverpaarten Männchen). Auch aus anderen Regionen Deutschlands werden Nachweise der Zwergohreule gemeldet. Kontakt zu Arne Torkler erhält man über nnngh (at) gmx.net. |